Wie sicher sind Ihre Türen und Fenster vor Einbrechern?

Türsicherung
Jeder Mensch hat das Bedürfnis nach Sicherheit in seinem Leben. Deshalb gurten wir uns im Auto an, ziehen im Winter geeignetes Schuhwerk an, um bei Schnee und Eis den richtigen Halt zu finden oder gehen beim Verlassen des Hauses nochmal zurück, um zu prüfen, ob die Kaffeemaschine, der Herd etc. wirklich ausgeschaltet sind. Und wir bezahlen allerlei Versicherungsbeiträge, um möglichst alle Risiken im Leben für uns und unsere Familie oder Lebenspartner abzudecken.

Doch wie sieht es mit der Sicherheit Ihres Hauses, Ihrer Wohnung aus? Schließen wir die Haus- oder Wohnungstüre immer ordentlich ab oder ziehen wir die Tür in der Eile nur zu, weil wir nur für „5 Minuten zur Nachbarin“ wollen oder nur mal zum Bäcker um die Ecke Brötchen kaufen?

Diese „wenigen Minuten“ genügen oft Einbrechern, um großen Schaden anzurichten während Ihrer Abwesenheit. Diebe kommen bei Tag und bei Nacht, das muss Ihnen klar sein. Es kommt sogar immer häufiger vor, dass Diebe sogar nachts ins Schlafzimmer gelangen, obwohl die Bewohner anwesend sind und dort schlafen. Leider „verstecken“ die meisten Menschen Ihre wertvollen Habseligkeiten immer am selben Ort, im Schlafzimmer. Das wissen Diebe. Dass dies sehr gefährliche Situationen sind, wenn man einen Dieb auf frischer Tat ertappt, kann sich jeder vorstellen. Viele Diebe sind bewaffnet, entweder mit Brecheisen oder gar scharfen Handwaffen. Und wenn Sie mal einem Einbrecher in Ihren eigenen vier Wänden begegnet sind, der z.B. drogensüchtig ist und „aus der Not heraus“ dringend an Bargeld kommen muss (Beschaffungskriminalität) dann wissen Sie, dass eine solche Person „auf Entzug“ zu allem fähig ist. Nicht immer enden Einbrüche glimpflich für die Beraubten. Oftmals verhalten sich Opfer völlig falsch und wollen den Helden spielen und den Einbrecher vertreiben oder sogar selber dingfest machen. Das endet oft tödlich. Überlebt man die unmittelbare Konfrontation mit einem Einbrecher oder stellt man beim nach Hause kommen fest, dass ein Fremder eingebrochen ist und Wertsachen gestohlen hat, sind die Opfer schwärst traumatisiert über Jahre, manchmal über ein ganzes Leben hinweg. Trifft man auf organisierte Banden, hat man es hier mit absoluten Einbruchprofis zu tun. Um solche lebensbedrohlichen Konfrontationen und Raub überhaupt nicht erst entstehen zu lassen, ist es unbedingt erforderlich, sein Hauptaugenmerk auf Türen und Fenster zu legen. Denn das sind die neuralgischen Punkte eines Hauses und einer Wohnung. Diese werden vom Einbrecher zuerst angegangen und meist steht diesem nicht viel Widerstand entgegen. Viele Wohnungs- oder Haustüren sind nur zugezogen, nicht verschlossen und lassen sich mit Stemmeisen, Schraubenzieher oder ähnlich geeigneten Werkzeug binnen Sekunden aufhebeln.

Sorgen Sie bitte generell dafür, dass Sie den Schlüssel mehrmals umdrehen, damit der Schließriegel tief in das Schließblech (genannt „Falle“) geschoben wird. Das ist schon einmal ein Hindernis für den Einbrecher, da sich die Türe nicht einfach so aufhebeln lässt. Hier müsste der Einbrecher schon mit Dietrichen oder hochfrequentem Profi-Einbruchwerkzeug die Türe öffnen oder bei Sicherheitsschlössern das Schloss aufbohren. Doch dies kostet Zeit und macht Lärm. In den wenigsten Fällen wird dies geschehen. Der Einbrecher muss seinen Raubzug schnell durchziehen und er sucht sich die Ziele aus, die ihm am wenigstens Widerstand entgegen setzen. Er wird stattdessen nach offenen Fenstern schauen, Terrassentüren, die offen stehen und in Mehrfamilienhäusern oder Wohnblöcken entweder die untersten Wohnungen oder die Wohnungen in den obersten Stockwerken bevorzugen, was auch die Einbruchsstatistiken des Bundeskriminalamtes bestätigen.

Im Dachgeschoss ist der Täter meist ungestört, weil wenig Durchgangsverkehr stattfindet, er unbeobachtet Beschläge abschrauben kann oder mit entsprechenden Einbruchwerkzeugen auch die verschlossenen Türen gut öffnen kann. Gerade in Wohnblöcken wähnen sich Bewohner oft in einer trügerischen Sicherheit, weil sie denken „Da wohnen so viele Menschen, da traut sich bestimmt keiner einzubrechen“. Doch, wo viele Menschen zusammen leben, fällt es keinem auf, wenn sich Fremde im Treppenhaus aufhalten. Oder wer kennt nicht den Fall, dass jemand klingelt und sich an der Sprechanlage mit „Die Post, bitte öffnen!“ meldet. Sie wollen natürlich, dass der Postbote seine Briefe an die im Hausflur befindlichen Briefkästen zustellen kann und lassen ihn herein, ohne zu prüfen, ob es sich wirklich um einen Postbediensteten handelt. Wir empfehlen generell, sich von einer Fachfirma beraten zu lassen und sich Sicherheitsschlösser für die Haus- oder Wohnungstür und entsprechende Verriegelungen für Ihre Fenster montieren zu lassen. Wählen Sie – wenn Sie schon in Ihre Sicherheit investieren – die höchsten Sicherheitsstufen. Meist werden kombinierte Schließvorrichtungen angeboten, die ein Schließen der Türe durch Schloss und einem zusätzlichen Stahlriegel, der tief in die Zargen, ins Mauerwerk ragt angeboten, so dass ein Einbrecher keine Chance hat. Sie können auch zu jeder Polizei-Dienststelle gehen und sich dort über einen geeigneten Einbruchschutz informieren.